Max Schmeling

Der Unternehmer

Am 12. Juni 1930 wurde Max Schme­ling Welt­meister im Schwer­ge­wicht. Ein Erfolg, der ihm zu seinem ersten Reichtum verhalf. Seine Kämpfe in den USA machten ihn zum Millionär. Beschei­den­heit indes war seine Tugend. Ein Garant für seinen anhal­tenden Erfolg als Unter­nehmer bis ins hohe Alter.

Max Schme­ling war inno­vativ. Als Boxer und Unter­nehmer glei­cher­maßen. Der eiserne Wille, eine Sache zum Erfolg zu führen, lenkte seine Geschicke. „Man muss etwas hundert­pro­zentig tun, wenn man Erfolg haben will“, war sein Leit­satz. Seine Geschäfte verfolgte er mit der ihm eigenen Ziel­stre­big­keit und Diszi­plin.

Bereits im Alter von 11 Jahren startete er seine beruflichen Aktivitäten.

Anny und Max auf ihrem neuen Anwesen in Wenzendorf in der Nordheide bei Hollenstedt, 1949/50

Während seiner Zeit als Boxer war er in der Land­wirt­schaft aktiv. Von 1930 – 1938 lebte Max Schme­ling mit seiner Frau Anny Ondra in einem Land­haus in Poni­ckel nahe Berlin. Die anhän­gigen Lände­reien bewirt­schaf­tete er mit Leiden­schaft und Erfolg. Aus einem herun­ter­ge­kom­menen Land­sitz wurde ein ansehn­li­ches Gut. Nach dem Krieg zog er mit seiner Frau nach Hollen­stedt bei Hamburg in ein Haus mit Garten und einem großen Jagd­ge­biet.

Das Ehepaar arbei­tete an einem Leben nach dem Glamour, jenseits des Schein­wer­fer­lichts. Kurz nach Schme­lings aktiver Zeit als Boxer stand Max-Schme­ling-Advokat-Kognak in den Regalen in der aufblü­henden Repu­blik. Ein Produkt seiner Hühner­farm. Er baute Tabak an und erwei­terte seine Akti­vi­täten um eine Nerz­farm.

Seine Pelze waren preis­ge­krönt. Auf der Bundes­pelz­tier­schau 1952 gewannen Max Schme­ling und seine Frau mit ihren Nerzen sechs Erste Preise. Aus dem erfolg­rei­chen Boxer wurde ein erfolg­rei­cher Unter­nehmer.

Mach mal Pause – trink Coca-Cola.“

Max Keith führte 1929 Coca-Cola auf dem deut­schen Markt ein. 1957 erhielt der ehema­lige Boxcham­pion von ihm die Lizenz für das Gebiet Hamburg Ost. Der Ruhm Max Schme­lings war als Werbung für die Marke von unschätz­barem Wert. Auf dem Ball der deut­schen Sport­presse 1959 wurde Max mit dem Spruch empfangen: „Mach mal Pause – trink Coca-Cola.“

Schme­ling baute das Geschäft zuneh­mend aus. Nach Been­di­gung seiner erfolg­rei­chen Boxer-Karriere führte er ein Leben als Geschäfts­mann. Im Jahr 1997 waren 500 Mitar­beiter für ihn tätig. Die Getränke Indus­trie Hamburg leitete er erfolg­reich bis zu seinem Tod im Alter von 99 Jahren.